Schutz vor Ansteckung
Die Wirksamkeit eines Wirkstoffs wird durch drei Kenngrößen beschrieben, die absolute Risikoreduktion (ARR), die relative Risikoreduktion (RRR) und die Anzahl der notwendigen Behandlungen (NNT – number needed to treat), um eine Erkrankung zu verhindern. Diese Größen werden in folgendem fiktiven Beispiel veranschaulicht.
In einem Testszenario erhalten 10.000 Menschen den Wirkstoff (Experimentalgruppe) und 10.000 Menschen ein Placebo (Kontrollgruppe). Im Beobachtungszeitraum erkranken 20 Menschen, also 0,2%, aus der Experimentalgruppe und 180 Menschen, also 1,8% aus der Kontrollgruppe. Die absolute Risikoreduktion ist dann die Differenz der Prozentsätze
ARR = 1,8% – 0,2% = 1,6%.
Das relative Risiko (RR) der Experimentalgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe ist das Verhältnis der Prozentsätze
RR = 0,2% / 1,8% = 11,1%
und die Risikoreduktion die Differenz dieses Wertes zu 100%
RRR = 100% – 11,1% = 88,9%.
Die Anzahl der notwendigen Behandlungen, um eine Infektion zu verhindert, ist in diesem Szenario
NNT = 1 / 1,6% = 62,5.
Die Hersteller geben auf Basis der durchgeführten klinischen Studien unterschiedliche Zahlen zur Wirksamkeit (RRR) der Impfung bezüglich der Gefahr einer Ansteckung an (s. Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels). Aus den angegebenen Zahlen lassen sich auch ARR und NNT berechnen.
| Impfstoff/Inhaber | RRR | ARR | NNT |
|---|---|---|---|
| Comirnaty/BioNTech | 95% | 0,88% | 114 |
| Spikevax/Moderna | 94,1% | 1,24% | 81 |
| Vaxzevria/AstraZeneca | 59,5% | 1,74% | 57 |
| Janssen/ Janssen-Cilag | 66,9% | 1,18% | 85 |
Tabelle 1: Relative und absolute Risikoreduktion der Impfstoffe, Anzahl der zur Verhinderung einer Infektion notwendigen Impfungen
In der Praxis lässt sich die Wirksamkeit in Bezug auf die Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen z. B. auf der Basis von Daten ermitteln, die in England erhoben werden. Im Dokument „SARS-CoV-2 variants of concern and variants under investigation in England, Technical briefing 23” vom 17.09.2021 finden sich folgende Zahlen:
| Variant | Vollständig Geimpfte | Ungeimpfte | Anteil bei vollständig Geimpften | Anteil bei Ungeimpften | Reduktion auf |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 71.991 | 8.551 | |||
| ambulant | 3.747 | 1.199 | 5,20% | 14,02% | 37,12% |
| stationär | 1.908 | 664 | 2,65% | 7,77% | 34,13% |
| Death | 1.565 | 590 | 2,17% | 6,90% | 31,51% |
Tabelle 2: Hospitalisierungen in Altersgruppe ab 50 Jahren
| Variant | Vollständig Geimpfte | Ungeimpfte | Anteil bei vollständig Geimpften | Anteil bei Ungeimpften | Reduktion auf |
|---|---|---|---|---|---|
| Delta | 85.407 | 248.803 | |||
| ambulant | 2.518 | 10.479 | 2,95% | 4,21% | 70,00% |
| stationär | 453 | 2.416 | 0,53% | 0,97% | 54,62% |
| Death | 48 | 132 | 0,06% | 0,05% | 105,93% |
Tabelle 3: Hospitalisierungen in Altersgruppe unter 50 Jahren
Während in der Altersgruppe ab 50 Jahren die Anzahl der Hospitalisierungen und Todesfälle in Zusammenhang mit der Delta-Variante durch die Impfung auf Werte zwischen 40-30% reduziert werden, werden bei der Altersgruppe unter 50 Jahren nur noch Reduktionen auf 70% bzw. 54% erreicht und bei den Todesfällen ist sogar eine Zunahme für die vollständig Geimpften festzustellen.
Schutz davor, andere anzustecken
Das RKI schätzt die Ansteckungsgefahr durch Geimpfte wie folgt ein:
„Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass einige Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden. Dabei können diese Menschen entweder Symptome einer Erkrankung (die zumeist eher milde verläuft) oder überhaupt keine Symptome entwickeln. Das Risiko, das Virus möglicherweise auch unbemerkt an andere Menschen zu übertragen, muss durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen zusätzlich reduziert werden. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) auch nach Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (Alltagsmasken, Hygieneregeln, Abstandhalten, Lüften) weiterhin einzuhalten.“
Zur Schutzwirkung allgemein
Eine allgemeine Kritik der Aussagen über die Wirksamkeit der Impfungen findet sich in der Publikation „COVID Vaccines: Necessity, Efficacy and Safety” (PDF) der Organisation „Doctors for COVID Ethics“. Dort werden unter Punkt 2 fünf Gesichtspunkte benannt, warum die Schutzwirkung der Impfstoffe nicht nachgewiesen ist (Alle Übersetzungen mit DeepL Übersetzer (kostenlose Version)):
- „… Über die Luft übertragene Viren wie SARS-CoV-2 gelangen über die Atemwege und die Lunge in den Körper. Impfstoff-induzierte Antikörper zirkulieren hauptsächlich im Blutkreislauf. Da sich COVID-19 in erster Linie über die Schleimhäute der Atemwege ausbreitet und Krankheiten verursacht, verfehlen Impfstoffe das immunologische Ziel. …“
- „… Die mittelfristigen, 24-monatigen Versuche der Phase 3 werden nicht vor 2023 abgeschlossen sein: Es gibt keine mittelfristigen oder langfristigen Längsschnittdaten zur Wirksamkeit des Impfstoffs.“
- „… Die Europäische Arzneimittelagentur hat in Bezug auf den Impfstoff Comirnaty (Pfizer mRNA) festgestellt, dass schwere COVID-19-Fälle in der Studie selten auftraten und keine statistisch sicheren Schlussfolgerungen gezogen werden können“. Auch das der FDA vorgelegte Dokument von Pfizer kommt zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit gegen die Sterblichkeit nicht nachgewiesen werden konnte. Es konnte also nicht nachgewiesen werden, dass die Impfstoffe Todesfälle oder schwere Erkrankungen verhindern, nicht einmal kurzfristig.“
- „Die absolute Risikoreduzierung liegt in der Größenordnung von etwa 1 %. … Kurz gesagt, die von den Impfstoffherstellern angeführten Wirksamkeitsdaten sind Null, sowohl in Bezug auf die klinische als auch auf die statistische Aussagekraft.“
- „Die Korrelate des Schutzes gegen COVID-19 sind unbekannt. Die Forscher haben noch nicht herausgefunden, wie man den Schutz vor Covid-19 messen kann. …“ (s. Navigating the Quagmire: … und Antikörpertiter korreliert gut mit Immunschutz nach Impfung).
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Impfung weder vor einer Ansteckung noch davor schützt, andere anzustecken. Eine Impfung verringert allenfalls die Risiken sich anzustecken.
Dauer der Schutzwirkung
In den Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels heißt es übereinstimmend für alle vier bedingt zugelassenen Wirkstoffe: „Die Dauer der Schutzwirkung des Impfstoffes ist nicht bekannt, …“
- Comirnaty (BioNTech), S. 4: Dezember 2023
- Spikevax (Moderna), S. 4: Dezember 2022
- Vaxcevria (AstraZeneca), S. 5: März 2024
- Janssen (Johnson & Johnson), S. 5: Dezember 2023
Dauer einer natürlichen Immunisierung
Natürlich Immunisierte (Personen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren) haben einen wesentlich höheren und länger anhaltenden Schutz sowohl gegen Neuinfektionen als auch gegen Erkrankungen als Geimpfte (z. B. Comparing SARS-CoV-2 natural immunity to vaccine-induced immunity: reinfections versus breakthrough infections, Innsbrucker Antikörperstudie belegt konstante, stabile Immunität).